Brief von der Berufsgenossenschaft: Was jetzt zu tun ist
Brief von der Berufsgenossenschaft: Was jetzt zu tun ist
Sie haben Post von Ihrer Berufsgenossenschaft bekommen? Keine Panik. Das ist einer der häufigsten Anlässe, warum sich Unternehmen zum ersten Mal mit dem Thema Arbeitssicherheit beschäftigen. In diesem Artikel erklären wir, was die BG von Ihnen will, welche Fristen gelten und wie Sie jetzt richtig reagieren.
Warum schreibt die Berufsgenossenschaft?
Die Berufsgenossenschaft (BG) ist Ihr gesetzlicher Unfallversicherungsträger. Sie prüft regelmäßig, ob ihre Mitgliedsunternehmen die gesetzlichen Pflichten im Arbeitsschutz erfüllen. Das Schreiben fordert Sie in der Regel auf, folgende Nachweise zu erbringen:
- Bestellung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) gemäß Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)
- Bestellung eines Betriebsarztes gemäß ASiG
- Aktuelle Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG §5
- Nachweis durchgeführter Unterweisungen nach ArbSchG §12
Wichtig: Jedes Unternehmen mit mindestens einem Beschäftigten ist zur sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Betreuung verpflichtet. Das Schreiben der BG ist keine Überraschungskontrolle -- es ist eine routinemäßige Überprüfung einer bestehenden Pflicht.
Typische Fristen im BG-Schreiben
Die meisten BG-Schreiben setzen eine Frist von 2 bis 4 Wochen, innerhalb derer Sie die geforderten Nachweise vorlegen müssen. Die genaue Frist steht im Schreiben selbst. Einige Berufsgenossenschaften bieten auch die Möglichkeit, eine Fristverlängerung zu beantragen -- kontaktieren Sie dazu die im Schreiben genannte Ansprechperson.
Was passiert bei Fristüberschreitung?
Reagieren Sie nicht rechtzeitig, kann die BG:
- Bußgelder bis zu 10.000 Euro verhängen
- Einen Bescheid mit Zwangsgeld erlassen
- Bei wiederholten Verstößen den Beitragszuschlag erhöhen
- Eine Betriebsbegehung anordnen
Bei Arbeitsunfällen ohne nachgewiesene Betreuung haften Sie als Unternehmer zudem persönlich.
Schritt für Schritt: So reagieren Sie richtig
1. Schreiben sorgfältig lesen
Prüfen Sie genau, welche Nachweise gefordert werden und bis wann. Notieren Sie die Frist und die Kontaktdaten der zuständigen Person bei der BG.
2. Betreuung organisieren
Sie brauchen mindestens:
- Eine bestellte Fachkraft für Arbeitssicherheit (intern oder extern)
- Einen bestellten Betriebsarzt (intern oder extern)
Für die meisten KMU ist die externe Lösung der schnellste und kosteneffizienteste Weg. Anbieter wie Sifano können beide Betreuungen aus einer Hand innerhalb weniger Tage bereitstellen.
3. Gefährdungsbeurteilung erstellen
Falls noch keine Gefährdungsbeurteilung vorliegt, muss diese zeitnah erstellt werden. Sie dokumentiert alle Gefährdungen an Ihren Arbeitsplätzen und die ergriffenen Schutzmaßnahmen.
4. Nachweise an die BG senden
Übermitteln Sie die geforderten Dokumente fristgerecht an die BG:
- Bestellurkunde der SiFa
- Betreuungsvertrag oder Bestellurkunde des Betriebsarztes
- Gefährdungsbeurteilung (falls gefordert)
- Unterweisungsnachweise (falls gefordert)
Welche Betreuung brauchen Sie konkret?
Das hängt von Ihrer Betriebsgröße ab:
| Betriebsgröße | Betreuungsmodell |
|---|---|
| 1–10 Mitarbeiter | Grundbetreuung + anlassbezogene Betreuung |
| 11–50 Mitarbeiter | Regelbetreuung oder alternative Betreuung |
| Über 50 Mitarbeiter | Regelbetreuung mit festen Einsatzzeiten |
Die genauen Anforderungen regelt die DGUV Vorschrift 2. Sie legt fest, wie viele Stunden SiFa und Betriebsarzt Ihr Unternehmen pro Jahr betreuen müssen.
Kosten und Aufwand
Die Kosten für eine externe sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung liegen typischerweise bei 20 bis 50 Euro pro Mitarbeiter und Jahr für die SiFa und 15 bis 40 Euro pro Mitarbeiter und Jahr für den Betriebsarzt. Bei kleinen Betrieben können Pauschalpreise gelten.
Der Aufwand für Sie als Unternehmer ist minimal: Nach der einmaligen Einrichtung läuft die Betreuung weitgehend automatisch. Regelmäßige Begehungen und Unterweisungen werden vom Dienstleister koordiniert.
Fazit: Schnell handeln lohnt sich
Ein Brief von der BG ist kein Grund zur Panik, aber ein Anlass zum Handeln. Die gute Nachricht: Mit einem externen Dienstleister können Sie die geforderte Betreuung innerhalb weniger Tage einrichten und alle Nachweise fristgerecht liefern. So vermeiden Sie Bußgelder und sind für die Zukunft abgesichert.
Wenn Sie Unterstützung brauchen, hilft Sifano Ihnen kurzfristig mit SiFa, Betriebsarzt und allen notwendigen Dokumenten.
Häufige Fragen
Was will die Berufsgenossenschaft von mir?
Die BG prüft, ob Ihr Unternehmen die gesetzliche Pflicht zur sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Betreuung erfüllt. Sie fordert in der Regel den Nachweis einer bestellten Fachkraft für Arbeitssicherheit und eines Betriebsarztes.
Welche Frist habe ich, um auf den BG-Brief zu reagieren?
Typisch sind 2 bis 4 Wochen. Die genaue Frist steht im Schreiben. Reagieren Sie so schnell wie möglich — bei Fristüberschreitung können Bußgelder drohen.
Was passiert, wenn ich den BG-Brief ignoriere?
Die BG kann Bußgelder bis zu 10.000 Euro verhängen und bei wiederholten Verstößen weitere Maßnahmen einleiten. Außerdem haften Sie persönlich bei Arbeitsunfällen.
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